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Behindertensportler und Schwimmer kooperieren

Berlin (dpa) - Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) und der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) haben eine Kooperation beschlossen, deren Ziel die Förderung des Schwimmsports für Menschen mit Behinderung ist, gab der DBS in Berlin bekannt.

Demnach unterstützt der Schwimmverband künftig Lehrgangsmaßnahmen in der Sportart Schwimmen des DBS. Zudem können Schwimmer mit Behinderung an DSV-Bundesstützpunkten trainieren. Auch soll die Zusammenarbeit zwischen den DSV- Bundesstützpunkten und den paralympischen Trainingsstützpunkten des DBS intensiviert werden. Geplant sind weiterhin gemeinsame Trainings- und Wettkampfmaßnahmen der Kadersportler beider Verbände.

Steffen: Entscheidung über DM-Start naht

Berlin (dpa) - Britta Steffen will nach einem Gespräch am 22. Juni mit Schwimm-Bundestrainer Dirk Lange entscheiden, ob sie an den Deutschen Meisterschaften vom 29. Juni bis 4. Juli teilnehmen kann.

Dies teilte die Doppel-Olympiasiegerin am Rande einer Veranstaltung des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Berlin mit. «Ich fühle mich besser, habe aber im letzten halben Jahr keine zehn Tage am Stück trainieren können», sagte die 26-Jährige. Infolge ihrer Krankheiten in den vergangenen Monaten habe sie einen «gravierenden Trainingsausfall» in Kauf nehmen müssen, erklärte Steffen.

Schwimm-Verband hakt WM 2013 in Hamburg ab

Hamburg (dpa) - Die Stadt am Wasser spart sich die Schwimm-WM. Angesichts eines Finanzlochs von mehr als einer halben Milliarde Euro im Hamburger Haushalt muss der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) seine Ambitionen auf die Weltmeisterschaft 2013 in der Hansemetropole abhaken.

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«Ohne die Stadt geht es nicht. Perdu ist perdu», sagte DSV- Präsidentin Christa Thiel der Nachrichtenagentur dpa. Zuvor hatte Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) bei der Verkündung eines strikten Sparprogramms erklärt, die Hansestadt werde sich nicht weiter um die Schwimm-WM bemühen. «Wir wären organisatorisch in der Lage gewesen, da gibt es keinen Zweifel», sagte Thiel und verkniff sich Kritik an der Entscheidung.

Hamburg war neben Moskau bisher einziger Interessent im neuen Rennen um die WM. Die Hansestadt war mit einem Etat von etwa 45 Millionen Euro zunächst im Juli 2009 bei der Wahl an Dubai gescheitert. Das in Finanznöte geratene Emirat am Golf hatte jedoch die WM vor einem Monat zurückgegeben. Seitdem ist der Weltverband FINA auf der Suche nach einer neuen WM-Stadt und will nun die WM komplett neu ausschreiben. «Jeder Verband, jede Stadt kann an der Ausschreibung teilnehmen», erklärte FINA-Direktor Cornel Marculescu.

«Es wäre ein zweistelliger Millionenbetrag, der dafür erforderlich ist. Den können wir nicht zahlen», stellte von Beust in einer Rede vor der Bürgerschaft klar. Auch weitere sportliche Großveranstaltungen können nicht mehr mit städtischen Subventionen rechnen: Dazu zählen das Tennisturnier am Rothenbaum und das Deutsche Galopp-Derby in Horn. «Das sind keine Dinge, für die die Stadt andauernd einstehen kann», sagte von Beust. Die seien schön, die seien wünschenswert, «die mögen gerne gemacht werden, aber nicht mit Mitteln des Steuerzahlers».

Die Sparvorgaben sind nach der Rückgabe der Universiade 2015 ein weiterer Rückschlag für die Sport-Stadt Hamburg. Mit der schnellen Entscheidung stieg die Metropole aus dem sich abzeichnenden Pokerspiel mit dem Weltverband FINA aus - bevor die Karten verteilt wurden. Denn nach dem Ausstieg Dubais wäre die Chance auf finanzielle Zugeständnisse der FINA groß gewesen, immerhin müssen die Funktionäre bald eine WM-Stadt präsentieren. 2500 Athleten, 1500 Medienvertreter und die Zuschauer-Massen hätten zudem viel Geld in die Hansestadt gebracht. Untersuchungen ergaben, dass Melbourne (Australien) 2007 seine WM-Ausgaben mehr als wieder reinholte.

Nun aber dürfte der DSV Hamburg als Standort künftiger Großveranstaltungen endgültig zu den Akten legen. Mit dem jährlichen Kurzbahn-Weltcup im Rücken ist Berlin nun endgültig die deutsche Schwimm-Hauptstadt.